Ausstellung „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit”: Finisage am 12.Februar
30. Januar 2012 | 15:07 UhrKarlsruhe (bb). Die Kunstausstellung „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit” von Sophia Konstanze Rüthel endet am 12. Februar. Die Finissage kann von 11 bis 14 Uhr besucht werden, begleitet wird der letzte Ausstellungstermin von Ulrike Settelmeyer am Altsaxofon und der Künstlerin selbst. Der Ausstellungsort ist im GEDOK-Künstlerinnenforum in der Markgrafenstraße 14.
Der Titel der Ausstellung ist angelehnt an das Hauptwerk des Schriftstellers Marcel Proust, mit dem sich die junge Künstlerin intensiv auseinandergesetzt hat. Sophia Konstanze Rüthel malt einmal im Jahr vor dem Spiegel ein Aktportrait von sich selbst. Sie interessiert daran vor allem, wie ihr Körper, aber auch die Sichtweise, die sie auf ihren Körper hat, sich im Laufe der Jahre verändert. Sie hat dieses Projekt 2006 begonnen. Bis zur Ausstellung sind nun 6 Bilder der Serie entstanden, die in einer Reihe präsentiert werden, um die zeitliche Abfolge zu verdeutlichen. Die Selbstportraitaktserie befindet sich in einem ständigen Prozess.
Der Betrachter ist durch die Ausstellung auf unterschiedliche Weise eingeladen, an Sophia Konstanze Rüthels vielfältigen Ideen zum Thema Zeit teilzuhaben. Dabei wird er durch die Betrachtung der Bilder zum Nachdenken angeregt, die teilweise eher melancholisch wirken, gleichzeitig aber auch immer wieder zum Schmunzeln einladen Allgemein spielt das Portrait im Werk der Künstlerin eine große Rolle, da es eine Person in einem bestimmten Moment repräsentiert. Das Portrait dient dann als Mittel, die Zeit anzuhalten und sie in Bildern zu fixieren. Der Betrachter ist eingeladen selbst aktiv an der Ausstellung teilzunehmen, beispielsweise bei dem interaktiven Kunstwerk „Durch die blaue Brille sehen“, bei dem er sich eine blaue Brille aufsetzen kann, um das Bild in einem anderen Licht zu erleben. Das Gemälde wird durch die Bilder „o.T.“ (Schaukeln) und „o.T.“ (Achterbahn), zu einem Triptychon ergänzt.
Die Malerin, die in Karlsruhe und Paris Malerei und Grafik und in Heidelberg Französisch studiert hat, ist seit 2010 als freischaffende Künstlerin tätig. Außerdem doziert sie an der Kunstschule Artwerk.
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