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Ausstehende HiWi-Löhne am KIT
1. August 2012 | 14:47 Uhr
Karlsruhe (bb). Bei den Gehaltsabrechnungen der studentischen Hilfskräfte am KIT kommt es derzeit zu Verzögerungen. Betroffen sind ein Teil der Hilfskräfte mit im Frühjahr neubeantragten Verträgen. Nicht betroffen sind Mitarbeiter im Angestellten- oder Beamtenverhältnis. Derzeit kommt es bei etwa 1.000 Mitarbeitern zu einem Monat Verzögerung bei der Gehaltsüberweisung. In wenigen Fällen kommt es zu Verzögerungen von zwei Monaten.
Die Grünen Hochschulgruppe kritisiert den Zustand ausstehender HiWi-Löhnen am KIT. Viele studentische Hilfskräfte (HiWi) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) müssten auch diesen Monat auf ihre Löhne warten, lässt die Grüne Hochschulgruppe in einer Pressemitteilung verlauten. Schon seit April 2012 käme es immer wieder zu starken Verzögerungen bei der Auszahlung der HiWi-Löhne, so die GHG. “Es ist ein untragbarer Zustand, dass es einer Einrichtung wie dem KIT nicht gelingt, pünktlich ihre Angestellten zu bezahlen,” so Samuel Karrer von der Grünen Hochschulgruppe Karlsruhe (GHG). Viele Studierende sind von dem pünktlichen Eintreffen des Geldes abhängig, um ihre Miete und andere Lebenshaltungskosten bezahlen zu können.
„Ich bedaure die Verzögerungen sehr, weil ich weiß, wie dringend die Studierenden auf das Geld für den Lebensunterhalt angewiesen sind“, sagt Elke Luise Barnstedt, Vizepräsidentin für Personal und Recht am KIT. „Wir versuchen die Auswirkungen für die Studierenden so gering wie möglich zu halten: Durch engen Informationsaustausch mit den Vertretern der Studierenden, die Anweisung von kurzfristigen Abschlägen und mit mehr Sachbearbeitern.“ Mehrere Ursachen spielen bei der Verzögerung zusammen: Zu einem wurde am KIT ein neues Softwaresystem im Frühjahr eingeführt, dessen Einarbeitungs- und Justierphase leider zu Verzögerungen geführt hat. Außerdem ist die Anzahl der neubeantragten Hilfskräftverträge in den Monaten Mai und Juni mit 1.500 statt 700 Fällen fast doppelt so hoch wie in Vorjahren.
Lage soll sich bis zum Jahresende normalisiert haben
Dadurch verzögerte sich die Übermittlung der Vertragsdaten an das Landesamt für Besoldung und Versorgung (LBV), welches die Überweisung der Gehälter übernimmt. Um die Verzögerungen so kurz wie möglich zu halten, haben KIT und LBV veranlasst, dass umgehend mit der Datenübermittlung ein Gehaltsabschlag an die neuen Hilfskräfte ausgezahlt wird. Um die Bearbeitung der Verträge weiter zu beschleunigen, hat das KIT ab dem 1. August eine weitere Sachbearbeiterstelle geschaffen. Bis zum Jahresende wird sich die Lage voraussichtlich normalisiert haben. Die KIT-Leitung steht im direkten Kontakt mit den Studierendenvertretern. Zudem hat sie bereits im Februar die Institutsleitungen über die anstehenden Softwaresystemumstellungen und auf die damit einhergehenden Engpässe bei der Bearbeitung von Neuverträgen hingewiesen. Auch die Hilfskräfte wurden auf einer Personalversammlung im Mai und im Intranet über die aktuelle Lage informiert.
Einige der Betroffenen könnten von dem Ausbleiben ihres Lohnes überrascht sein, da sie vom KIT nicht informiert wurden, so die Aussage der Grünen Hochschulgruppe. Florian Soldner, Mitglied der GHG, dazu: “Das KIT muss diesen Missstand umgehend beheben und darf nicht, aus Angst vor schlechter Presse, ihre Informationspflicht vernachlässigen.” Das Problem sei schon seit längerer Zeit bekannt und akut. Trotzdem sei bisher keine Lösung gefunden worden, gibt es Kritik von Seiten der Hochschulgruppe. “Die Gründe für den derzeitigen Zustand finden wir nicht nur in der unterbesetzten Verwaltung, sondern auch in der immer kürzeren Befristung der HiWi-Verträge”, ergänzt das GHG-Mitglied Tobias Bach. “Wenn diese wieder für längere Zeiträume ausgestellt würden, würde sich das Problem von selbst auflösen”. Zunächst müsse das KIT jedoch eine kurzfristige Lösung finden, damit die arbeitenden Studierenden am 1. September nicht wieder auf ihre Löhne warten müssen, fordert die GHG.
„Wir freuen uns, dass immer mehr Studierende am KIT oftmals thematisch nahe an ihrem Studienfach als Hilfskraft tätig sind und ihr Studium so auch inhaltlich profitiert“, sagt. Dr. Barnstedt. „Wir werden am KIT daran arbeiten, dass wir den daraus resultierende Verwaltungsaufwand zügig für alle Betroffenen zügig abgewickelt, und bitten um noch etwas Geduld, bis die Maßnahmen greifen.“
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