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Vortrag zur Markenpiraterie an der DHBW
7. März 2012 | 13:02 UhrKarlsruhe (bb). Am Dienstag, 13. Februar 2012, findet im Audimax der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) um 17 Uhr ein Vortrag von Wolfgang Saueressig zum Thema Markenpiraterie statt. Die Verletzung gewerblicher Schutzrechte, insbesondere die Markenpiraterie, ist für deutsche Unternehmen, die sich vermehrt international aufstellen und sich auf den Auslandsmärkten behaupten müssen, zu einem großen Thema geworden. Die Welthandelsorganisation geht in einer Schätzung davon aus, dass mittlerweile bereits 5 bis 7 Prozent des gesamten Welthandels mit gefälschten Produkten durchgeführt wird. Markenpiraterie betrifft inzwischen alle Branchen und ist vor allem in Asien, speziell in China, zu einem großen Wirtschaftsfaktor geworden, und zieht inzwischen auch lokale Markenunternehmen in Mitleidenschaft.
Leider sind die Unternehmen aufgrund mangelnder interner Ressourcen, vor allem aber aufgrund der mangelhaften Durchsetzbarkeit Ihrer Markenrechte in den Ländern “of high concern” vielfach nicht in der Lage, auf die Herausforderungen energisch genug zu antworten. Auch die technische Kompetenz der Produktfälscher und deren Netzwerke haben sich über die Jahre hinweg verfeinert und sind nunmehr in der Lage, sehr rasch und zielstrebig zu reagieren. Leider oft schneller als die Markeninhaber.
Der Vortrag zeigt am Handeln des führenden deutschen Automobilzulieferers, der Robert Bosch GmbH, auf, wie deutsche Unternehmen vielfältige interne und externe Ressourcen nutzen und in China bei der Bekämpfung der Markenpiraterie Synergien erzeugen können. Welche Faktoren finden bei der Strategieentwicklung im Markenschutz Anwendung und wie werden die Strategien implementiert? Welche Best Practices lassen sich im Markt erzielen und wie kann Nachhaltigkeit erzeugt werden? Wie arbeiten Industriekoalitionen gegen Produktpiraterie in China? Wie arbeitet man mit den Behörden vor Ort? All dies wird im Vortrag angesprochen und mit Material und Fotos von Aktivitäten ausgiebig belegt.
Wolfgang Saueressig war von 2000 bis Ende 2010 für die Robert Bosch GmbH in Shanghai und Beijing tätig, in den letzten Jahren als verantwortlicher Brand Protection Manager für die Region Asien-Pazifik. Gleichzeitig hatte der Vortragende die Funktion eines Chairs der Automotive Industry Working Group inne unter dem Mantel des Quality Brands Protection Committees (http://www.qbpc.org.cn/), einer der wichtigsten IPR-Plattformen weltweit.
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